Giclée Prints für eine Foto-Ausstellung

Fotografien, die ausgestellt werden sollen, brauchen eine besondere Behandlung. Es sind ja schließlich ganz besondere Fotos. Und Künstler sind bestrebt, Ihre Fotografien bestens zu präsentieren. Und wenn das gelingt, verkaufen sich die Fotografien auch.

Was ich für Sie tun kann

Damit Ihre Fotografien bestens herüber kommen, ist eine sorgfältige Ausarbeitung, ein verlässlicher Farbworkflow, damit Sie auch nach der fünfzigsten Kopie keine Abweichung zum ersten Abzug sehen und meine Erfahrung in der Ausführung von Ausstellungen. Die Erfahrung sammelte ich mit inzwischen fast zwanzig von ihnen, die ich vorwiegend für meine Frau, Ilona Weinhold-Wackernah, vorbereitet und begleitet habe.

Was muss nun für eine Ausstellung beachtet werden

Ein Konzept muss her. Das schließt ein, wie die Fotografien am Ausstellungsort arrangiert werden, geht über zu, auf welchem Material die Fotografien präsentiert werden und schließt natürlich auch die Rahmung ein. Weiter ist wichtig, wie die Ausstellung mit Begleitmaterial umsorgt wird. Dazu gehören Werbematerialien genauso wie Bekanntmachungen in der Presse, im Internet und natürlich Einladungen, Einladungen und Einladungen. Je mehr, desto besser.

Ich kann Ihnen mit Tipps zur Seite stehen

Ich kann Ihnen mit einigen Tipps zur Seite stehen, kann Ihnen Adressen nennen, kann auf Ihre Ausstellung in meinem Blog auf http://www.wackernah.com aufmerksam machen und kann während und nach der Ausstellung Ihre Motive für eine Bestellung übers Internet in meine Galerie http://www.55shots.com aufnehmen. All das ist natürlich für Sie kostenlos, denn die Ausstellung selbst kostet Sie ja schon genug. Und es ist übrigens egal, an welchem Ort auf der Welt Sie die Ausstellung machen.

Wenn Sie sich für die Ausstellung entschieden haben

Wenn Sie sich nun für eine Ausstellung entschieden haben, bleibt die Form der Präsentation der Objekte, die im Mittelpunkt stehen sollen. Sollen meine Drucke auf Fotopapier gezeigt werden, wie groß sollen sie sein, wie sollen sie gerahmt werden. Käufer möchten gerne ein fertiges Produkt kaufen. Um eine spätere Rahmung möchten sie sich nicht kümmern müssen, das überlassen sie gern dem Geschmack und geschulten Auge des Künstlers. So fallen schon mal die preislich interessanten NUR-ABZÜGE weg. Mit Rahmen aber wird’s immer teurer. Edel wirkt nach wie vor der klassische Fotoabzug im Passepartout im Fotorahmen. Dazu brauchen Sie aber in jedem Fall extra das Passepartout und ein nicht zu billiger Bilderrahmen, denn schließlich soll der Rahmen die Fotografie in ihrer Wirkung und Anmutung unterstützen, nicht aber den Aufmerksamkeitsrang ablaufen. Schlicht aber wertig rahmend, sage ich mal.

Wie präsentiere ich meine Fotografien alternativ

Die Alternative zum klassischen Foto im Rahmen mit Passepartout ist der Druck auf Leinwand / Canvas. Für den Naturstoff Canvas spricht seine warme Anmutung, seine zurückhaltend matte Oberfläche und seine weiche Optik. Es gibt keine scharfen Kanten wie beim klassischen Glasrahmen, nichts hartes. Und der Leinwanddruck ist aufgezogen vergleichsweise leicht und trotzdem stabil. Er hat viele positive Eigenschaften gegenüber dem Glasrahmen, aber auch gegenüber aufgezogenen Fotografien auf Leichtschaum/KAPA oder Alu-Dibond und kann sich in seiner Flexibilität mit diesen trotzdem messen. Meine ganz persönliche Empfehlung ist: Fotografien bis zum Format 50x70 cm in Glasrahmen, wobei durch die Verwendung des Passepartouts die Glasrahmen gut und gerne 10 bis 20 cm größer ausfallen dürfen, sonst ist zu eng fürs Motiv. Fotografien ab 40x50 cm bis 100x260 cm sollten als Leinwanddrucke auf Holzkeilrahmen ausgeführt werden. Wobei hier noch mal unterschieden werden darf in Holzkeilrahmen mit 2 cm Leistendicke und solche mit 4 cm Leistendicke. Die dickeren Leisten - sogenannte XL Leisten - würde ich ab den Formaten 80x120 cm aus Stabilitätsgründen empfehlen. Aber das ist und bleibt eine Geschmacksfrage und letztlich Ihrer Entscheidung vorbehalten.

Warum nur Fotopapier und Canvas, nicht aber KAPA, Acryl oder Dibond?

Hmm, KAPA hatte ich eine lange Zeit im Portfolio. Es ist leicht und das original KAPA ist und bleibt auch schön plan, Nachahmerprodukte waren da ganz anders - wohl eine Qualitätsfrage. Aber KAPA ist empfindlich, super empfindlich. Nehmen Sie nur mal ein Stück KAPA zwischen Daumen und Zeigefinger und drücken ein wenig: schon hat es eine Delle. Was es dann um den Versand von KAPA Prints steht, können Sie sich leicht ausmalen. Dibond hatte ich nicht probiert, aber scharfkantiges Metall und Fotografien? Irgendwie wollte mir das nie so recht gefallen. Und zum Aufhängen fiel mir nur ein, ein Loch in die Platte zu bohren, damit’s am Nagel hängen bleibt. Acryl ist ganz neu und wird nur von ganz wenigen Spezialisten beherrscht. Ich gehöre nicht dazu, aber ich habe es auch noch nie probiert. Sowieso sind viele Präsentationsformen Modeerscheinungen viele verschwinden nach wenigen Jahren wieder aus dem Gedächtnis - keiner will sie dann mehr haben. Aber im Moment sind sie sehr in, besonders die Acrylprodukte. Sorry, so was habe ich nicht.

Welche Oberflächen beim Material nehme ich

Je nachdem. Sind es Fotografien, die keinen besonders hohen Verkaufserlös zu erwarten haben, so nehme ich gutes Fotopapier mit einer Pearl Oberfläche. Einer meiner Favoriten ist das Tetenal semi matte Paper mit 240 g Flächengewicht in DIN A2 Blattware. Das Papier hat eine angenehme Oberfläche, liegt gut in der Hand und eine ganz leicht warme Anmutung. Es ist volumiger als manch anderes Papier und lässt sich trotzdem sehr gut verarbeiten. Im Passepartout und hinter Glas sieht es sehr gut aus. Wenn mehr übrig bleibt beim Bilderverkauf, dann nehme ich das Hahnemühle Fineart Pearl mit 285 g Flächengewicht. Die Bildwirkung ist dreidimensionaler, hat eine sehr hohe Schärfe im Druck und gibt Schwarz besonders schwarz wieder.
Bei der Leinwand nehme gerne ein mattes Canvas. Das ist zwar deutlich empfindlicher gegen alle möglichen Einflüsse wie berühren, anfassen und besonders gegen Druck - da wird mattes Schwarz dann glänzend. Doch Canvas mit Satin oder Glossy Oberfläche hat meist zu viele Reflexe, wenn man es an der Wand anschaut. Das ist dann fast wie beim Fotopapier mit der Seidenraster Oberfläche. Dafür ist die Oberfläche deutlich unempfindlicher. Um dem Problem der ganz besonderen Empfindlichkeit der matten Leinwand entgegen zu wirken, teste ich im Moment (Stand: 11. Februar 2010) gerade einige Firnislacke. Dazu braucht es dann wieder ein wenig handwerkliches Können, denn der Firnis muss ganz gleichmäßig aufgebracht werden. Mal sehen, wie weit ich komme.

Und sonst?

Als Fotopapier mit glänzender Oberfläche soll das Harman Gloss FB Al sehr gut sein, meint jedenfalls Eric Chan. Er schätzt es, weil es einen besonders homogenen Glanz behält, nachdem es bedruckt wurde. Und da ich gleich bei Eric Chan bin, er mag das Epson Velvet Fine Art sehr gern und ich kann seine Argumentation sehr gut nach vollziehen. Das probiere ich gerne mal aus.
Aber es gibt noch mehr Papiere, die sich für besonders wertige Fotoabzüge eignen, und wenn Sie schon bestimmte Vorstellungen haben, kein Problem. Ich besorge das richtige Papier, das Sie sich wünschen.

Und was ist eine Vernissage?

Dazu hier ein kurzer Auszug aus Wikipedia:

Unter Vernissage (fr. vernis „Lack“, „Firnis“) versteht man die Eröffnung einer Kunstausstellung.

Ursprünglich firnissten die Künstler an einem solchen Anlass ihre Bilder, das heißt sie überzogen sie mit einem klaren Schutzlack. Damit schlossen sie ihre Arbeit ab, denn ein Weitermalen war jetzt praktisch unmöglich. Im Lauf der Zeit entstand der Brauch, diesen Abschluss der Arbeit mit einer kleinen, intimen Feier – etwa im Kreise von Freunden und Auftraggebern – zu würdigen, die einer etwaigen, förmlicheren Ausstellungseröffnung mit größeren Publikum voranging.

Im Laufe der Zeit verschwanden dann die Unterschiede zwischen Vernissage und formeller Ausstellungseröffnung weitgehend.

Das feierliche Ende am letzten Tag einer Kunstausstellung nennt man Finissage, und bei größeren Kunstausstellungen kann es zur Halbzeit der Ausstellung auch eine Midissage geben.

So, jetzt wissen wir es - oder?